| |
CSI steht für "Christian Solidarity International". CSI ist eine überkonfessionelle Menschenrechtsorganisation für verfolgte Christen und andere Opfer von Unterdrückung, für notleidende Kinder und Katastrophenopfer.
CSI will mit seiner Arbeit dazu beitragen, dass alle Menschen in Freiheit leben und aus freien Stücken ihren Glauben praktizieren können.
|
Eigentlich begann CSI in der ehemaligen Sowjetunion. Am Anfang stand ein eindrückliches Zeugnis des Baptisten Georgi Vins – ein Rückblick von CSI-Gründer Pfr. Hansjürg Stückelberger.
1974 wurde der Baptist und Laienprediger Georgi Vins wegen seines Glaubens zum dritten Mal verurteilt, diesmal zu zehn Jahren Lagerhaft. Seine Mutter hatte 21 Jahre im Gefängnis zugebracht, sein Vater war in einem Straflager gestorben. Als damaliger Präsident der Christlichen Ostmission hörte ich während einer Konferenz von Georgi Vins. Ich war von seiner kompromisslosen Bereitschaft zum Zeugnis tief beeindruckt. Dabei kam mir die Idee, für Vins öffentlich zu demonstrieren. Daraus entstanden die beiden Schweigemärsche für alle verfolgten Christen vom 21. Sept. 1975 mit grosser Unterstützung der Landes- und Freikirchen.

Wir waren vom Erfolg überwältigt: In Zürich versammelten sich auf dem Münsterplatz über 10’000 Menschen, in Bern über 3’000, und wir erhielten viel mehr Geld, als wir benötigten. Dann kam – wieder aus der Sowjetunion – ein Brief des orthodoxen Priesters Gleb Yakunin an den Weltkirchenrat. Er forderte weltweite Solidaritätsaktionen aller Christen für den verfolgten Teil des Leibes Christi. Katholiken sollten für Angehörige der Pfingstkirche einstehen, Anglikaner für Orthodoxe, usw.
Ich las den Brief und erkannte: Gott hat uns Fr. 200’000.– gegeben, dazu 20’000 Spenderadressen – und in dem Brief ein Programm: Gott will, dass die Zusammenarbeit von Christen aus allen Kirchen weitergeht. Er will, dass aus den Schweigemärschen eine Hilfsaktion wird, in der Christen aus allen Kirchen sich weltweit für alle Glaubensverfolgten einsetzen. Darum wurde am 15. April 1977 Christian Solidarity International gegründet.
Als biblische Leitworte wählten wir 1. Kor. 12, 26: „Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit“ sowie das Gleichnis vom barmherzigen Samariter aus Luk. 10, 25 – 37. Auch verfolgten Nichtchristen gilt unsere Solidarität.
| |
|
|
Pfr. H. Stückelberger CSI
|
|
|

|
Es bewegt mich als Pfarrer der Reformierten Landeskirche immer wieder, wie katholische und freikirchliche Christen und Gemeinden bedingungslos mittun und wie in vielen Sprachen und Ländern, in Klosterzellen und auf charismatischen Tagungen für die Verfolgten gebetet und gesammelt wird. In den Verfolgungen der ersten Jahrhunderte entstand der Begriff des Märtyrers. Märtyrer sind Christen, die bereit sind, mit ihrem Leben zu bezeugen, dass Gott durch den Opfertod seines Sohnes die Menschen von ihrer Sünde erlösen und mit sich versöhnen will und dass die Gläubigen Anteil erhalten an der Auferstehung Christi und im Letzten Gericht gerettet werden.
Dieses Wirken Gottes zum Heil der Welt bezeugen auch die Märtyrer von heute. Und wir in CSI möchten zusammen mit allen CSI-Freunden durch unsere Hilfsaktionen ebenfalls unseren Glauben bezeugen und hoffen, dass das Zeugnis der Märtyrer viele im Glauben stärkt.
|